Eisen und Stahl · PRIORITÄRE PRODUKTGRUPPE DER ESPR
Digitale Produktpässe für Eisen und Stahl
Die Kommission und das JRC bereiten technische Grundlagen und Konsultationen für Eisen und Stahl vor. Untersuchte Zwischenprodukte sind keine endgültige gesetzliche Produktliste. Q4 2026 bezeichnet eine unverbindliche Zielmarke für die Annahme eines delegierten Rechtsakts, keine Frist zur Einhaltung durch Unternehmen. Ein Anwendungsdatum für Eisen und Stahl ist noch nicht festgelegt.
Aktueller Stand
Regulatorischer Stand im Überblick
Die ESPR schafft den Rahmen. Verbindliche produktspezifische Anforderungen hängen vom künftigen delegierten Rechtsakt ab.
Prioritäre Produktgruppe der ESPR
Der ESPR-Arbeitsplan 2025–2030 führt Eisen und Stahl als prioritäre Produktgruppe auf.
Vorbereitungsarbeiten laufen
Die Kommission und das JRC arbeiten mit technischen Untersuchungen und Konsultationen an möglichen Anforderungen. Die betrachteten Zwischenprodukte sind kein endgültiger rechtlicher Umfang.
Geplante Annahme (indikativ): Q4 2026
Der ESPR-Arbeitsplan nennt Q4 2026 als indikatives Ziel für die Annahme des delegierten Rechtsakts, nicht als Frist für Unternehmen.
Anforderungen noch nicht endgültig
Erfasste Produkte, Datenfelder, Übergangsfristen und Pflichten stehen bis zum Rechtsakt noch aus.
Möglicher Anwendungsbereich
Wer könnte betroffen sein?
Hersteller, Erzeuger und Importeure möglicherweise erfasster Eisen- und Stahlprodukte auf dem EU-Markt können betroffen sein. Die Untersuchung von Zwischenprodukten legt den rechtlichen Umfang nicht fest.
Wirtschaftsakteure
- Hersteller und Erzeuger
- Importeure
- Andere Wirtschaftsakteure auf dem EU-Markt
- Unternehmen mit möglicherweise erfassten Importprodukten
Beispiele aus der Vorbereitungsstudie, kein endgültiger rechtlicher Umfang:
- Walzdraht
- Warmgewalztes Band
- Verzinktes kaltgewalztes Band
- Elektroblech
- Edelstahl
Regulatorischer Zeitplan
DPP-Zeitplan für Eisen und Stahl
Die Annahme eines Rechtsakts ist nicht sein Anwendungsdatum. Produktspezifische Regeln stehen noch aus.
2024
Die ESPR schafft den Rahmen
Die Verordnung (EU) 2024/1781 schafft den Rahmen für Ökodesign-Anforderungen und digitale Produktpässe.
April 2025
Eisen und Stahl im Arbeitsplan
Der ESPR-Arbeitsplan 2025–2030 priorisiert Eisen und Stahl.
2026
Vorbereitungsarbeiten und Konsultation
Die Kommission und das JRC erarbeiten die technische Grundlage, einschließlich möglicher DPP-Anforderungen.
Q4 2026Indikativ
Delegierter Rechtsakt geplant
Q4 2026 ist nur der indikative Zeitpunkt der Annahme, keine Frist zur Einhaltung oder Anwendung für Unternehmen.
AnwendungsdatumNoch nicht festgelegt
Beginn hängt vom endgültigen Rechtsakt ab
Ein Anwendungsdatum für Eisen und Stahl ist noch nicht festgelegt.
Bestehender Rahmen
Was ist zum DPP-Rahmen bereits bekannt?
Die Eisen- und Stahlanforderungen werden noch entwickelt. Die ESPR legt den technischen Rahmen nur dort fest, wo ein delegierter Rechtsakt einen DPP verlangt.
Eindeutige Produktidentität
Der Pass wird mit einer dauerhaften eindeutigen Produktkennung verknüpft; die genaue Ebene steht noch aus.
Physischer Datenträger
Ein physischer Datenträger ermöglicht den Zugang zum Pass; seine Platzierung steht noch aus.
Interoperable Daten
Offene Standards und interoperable Formate; soweit angemessen maschinenlesbar, strukturiert, durchsuchbar und übertragbar.
Verlässliche Informationen
Passinformationen müssen richtig, vollständig und aktuell sein.
Produktspezifische Regeln
Verbindliche Leistungs- und Informationsanforderungen werden im delegierten Rechtsakt festgelegt.
Ausstehender delegierter Rechtsakt
Was muss für Eisen und Stahl noch festgelegt werden?
Der delegierte Rechtsakt muss erfasste Zwischenprodukte, Daten, Übergangsfristen und Verantwortlichkeiten erst verbindlich festlegen.
Produktumfang
Erfasste Produkte und Ausnahmen stehen noch nicht fest.
Erforderliche DPP-Daten
Der endgültige Pflichtdatensatz ist nicht festgelegt.
Granularität des Passes
Ob ein Pass für Modell, Charge oder Einzelprodukt nötig ist.
Platzierung des Datenträgers
Ob am Produkt, an der Verpackung oder in Begleitunterlagen.
Zugriffsrechte
Welche Daten öffentlich oder nur bestimmten Akteuren zugänglich sind.
- Noch nicht festgelegt
Anwendungsdatum
Der Beginn hängt vom verabschiedeten Rechtsakt ab.
Zuständigkeiten
Konkrete Pflichten für Hersteller, Importeure und andere Akteure.
Nur vorläufig
Mögliche Datenkategorien zur Vorbereitung
Öffentliches Vorbereitungsmaterial nennt vorläufige Kategorien, keine endgültige oder verpflichtende Feldliste:
- 01Produktkennung und Klassifizierung
- 02Technische Daten und Materialien
- 03Rezyklatanteil und Kreislauffähigkeit
- 04Nachhaltigkeitsinformationen
- 05Konformitäts- und Lieferketten-Rückverfolgbarkeitsnachweise
Weg zur Vorbereitung
Fünf Schritte für den Einstieg
Produktdaten und Nachweise strukturieren, ohne künftige gesetzliche Pflichten vorwegzunehmen.
Portfolio erfassen
Möglicherweise betroffene Produktfamilien eingrenzen.
Datenquellen finden
ERP, PLM, PIM, Tabellen und Nachweise zuordnen.
Lieferantenabhängigkeiten klären
Benötigte Angaben und Nachweise der Lieferkette erfassen.
Verantwortlichkeiten festlegen
Teams für Daten, Prüfung und Aktualisierung benennen.
Produktdaten strukturieren
Kennungen, Felder und Nachweislinks vereinheitlichen.
Mit Circlepass leichter starten
Wir unterstützen Ihr Team Schritt für Schritt bei dieser Vorbereitung.
So unterstützt Circlepass
Vorhandene Daten als DPP-Grundlage nutzen
Circlepass verknüpft Quellsysteme, Lieferantendaten, Nachweise, Zuständigkeiten und kontrollierte Aktualisierungen. Das unterstützt die Vorbereitung, ist aber keine Zertifizierung oder Compliance-Garantie.
DPP-Vorbereitung prüfenFragen zum DPP für Eisen und Stahl
Ist ein DPP für Eisen und Stahl bereits verpflichtend?
Zum Prüfdatum gibt es keine endgültige produktspezifische DPP-Pflicht. Die ESPR schafft den Rahmen; ein künftiger delegierter Rechtsakt muss Umfang, Anforderungen und Zeitpunkt festlegen.
Ist Q4 2026 eine Frist für Unternehmen?
Q4 2026 ist nur das indikative Ziel für die Annahme des delegierten Rechtsakts, keine Frist zur Einhaltung oder Anwendung für Unternehmen. Das Anwendungsdatum steht noch nicht fest.
Welche Eisen- und Stahlprodukte werden erfasst?
Der endgültige Umfang ist offen. Die Vorbereitungsstudie betrachtet Zwischenprodukte wie Walzdraht, warmgewalztes Band, verzinktes kaltgewalztes Band, Elektroblech und Edelstahl; das ist keine endgültige gesetzliche Produktliste.
Werden importierte Produkte erfasst?
Möglicherweise. Die Regeln können für erfasste Produkte auf dem EU-Markt einschließlich Importen gelten; konkrete Pflichten hängen vom endgültigen Rechtsakt, der Rolle und den Umständen des Akteurs ab. Auch importierte Zwischenprodukte können betroffen sein.
Welche Daten muss der Pass enthalten?
Mögliche Kategorien sind Identität und Klassifizierung, technische und Materialdaten, Rezyklatanteil, Kreislauffähigkeit, Nachhaltigkeit sowie Konformitäts- und Wertschöpfungskettennachweise. Dies sind nur mögliche Vorbereitungskategorien, keine endgültigen DPP-Pflichtfelder. Der delegierte Rechtsakt wird den Datensatz bestimmen.
Was können Hersteller vor endgültigen Regeln tun?
Portfolio eingrenzen, Daten in ERP/PLM/PIM und Tabellen finden, Lieferantennachweise prüfen, Zuständigkeiten festlegen und strukturierte Datensätze aufbauen. Das sind Schritte zur Vorbereitung, keine Feststellung der Konformität.
Offizielle EU-Quellen
Regulatorische Quellen zuletzt geprüft am 24. September 2026
- 01Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (EU) 2024/1781
- 02ESPR- und Energiekennzeichnungs-Arbeitsplan 2025–2030
- 03Europäische Kommission: DPP für Eisen und Stahl
- 04Kommission: Aufforderung zur Stellungnahme zu Ökodesign für Eisen und Stahl
- 05JRC Product Bureau: Unterlagen der Vorbereitungsstudie zu Metallerzeugnissen